Warum die Wunde offen bleibt

Do, 4. Oktober 2018, kinokis mikrokino #234
19:00 depot, Breitegasse 3

Warum die Wunde offen bleibt
Regie: Marika Schmiedt (Ö 2016) 80 min.

Marika Schmiedt in: Warum die Wunde offen bleibt
Der neueste Dokumentarfilm der kämpferischen Künstlerin und Aktivistin Marika Schmiedt beschäftigt sich mit der Aufarbeitung des Holocausts an Roma und Sinti durch die nächsten Generationen. Im Mittelpunkt des Films stehen Gespräche mit drei beeindruckenden Frauen: Anna Gleirscher-Entner arbeitet seit Jahren als psychosoziale Beraterin und hat das Sachbuch „Das Unaussprechliche in der psychosozialen Beratung von Sinti und Roma“ verfasst. Das Schweigen über den Holocaust, über die Vertreibung und Ermordung von Familienmitgliedern, führten sie schlussendlich zu dem „Tabubruch“, öffentlich über kollektive und individuelle Traumata zu reden und zu publizieren. Elisabeth Brainin, Psychoanalytikerin, berichtet über psychologische Hintergründe der sogenannten Mehrheitsgesellschaft. Die Schriftstellerin und Aktivistin Simone Schönett erzählt vom Verdecken, Verstecken und von der Assimilation gegen die sie anschreibt.

Anschließend Gespräch mit Marika Schmiedt

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"Ich setze voraus, dass in jeder Gesellschaft die Produktion des Diskurses zugleich kontrolliert, selektiert, organisiert und kanalisiert wird – und zwar durch gewisse Prozeduren, deren Aufgabe es ist, die Kräfte und die Gefahren des Diskurses zu bändigen, sein unberechenbar Ereignishaftes zu bannen, seine schwere und bedrohliche Materialität zu umgehen." Michel Foucault